Die Umfrageergebnisse: Eure Abrechnung mit Langenfeld Isst

Nicht wenig Geld, Zeit und Kopfzerbrechen fließt in die große Aufgabe, Langenfelds Gastrokosmos für Euch auszuleuchten. Dennoch weiss ich als Macher von Langenfeld Isst nicht immer, ob ich damit Euren Nerv treffe. Ich habe deswegen bei Euch nachgefragt und Ihr habt mir geantwortet. Und wie Ihr geantwortet habt: immerhin 62 von Euch haben sich beteiligt, Danke!

Was auf den ersten Blick anmutet wie gerupfte Hühnchen, die auf die Flammenwand warten, sind in Wirklichkeit knusprig ausgebackene Krabbenbrotchips


Hier die Ergebnisse:

 

1.) Wenn Langenfeld eine Person wäre, wie würdest Du sie beschreiben?
Mein Aussehen vergleicht Ihr mit dem von Hermes Phettberg. Andere sehen mich „wie Superman, aber Unterhose unter der Hose“. Auf meiner Tastatur befindet sich Eurer Einschätzung folgend „Hamburgerfett“, auch mein („eigentlich gegeltes“) „fettiges Haar“ sei Träger von „herrlichem Pommesduft“. Solche Antworten haben mir Tränen des Glücks in die Augen gejagt!

 

Ansonsten erkenne ich innere Zerrissenheit in meiner Leserschaft: gutmütig, selbstlos, arrogant, eingebildet, ein bisschen besserwisserisch, sprachgewandt, feinsinnig, vollschlank, nett, romantisch, leidensfähig, verfressen, ständig furzend, schön, erfolgreich und klug soll ich sein?! Dann doch lieber „groß, blond, blauäugig mit einem langen Schwanz“. Die Antwort „Was hätte dies mit der Umfrage zu tun?“ ist zu meta, als dass sie mich nicht überfordert, aufs Glatteis geführt und in meinem Tun tiefgreifend erschüttert hätte. Schnell verdrängen und weiter zu Frage 2.

 

2.) Wie gefällt Euch das Blog Langenfeld Isst insgesamt?
Von insgesamt 61 abgegebenen Stimmen entfielen 77% auf die Top-2-Boxes „sehr gut“ und „gut“. 5% finden Langenfeld Isst „schlecht“, 8% finden Langenfeld Isst „sehr schlecht“. Diese 13% möchte ich natürlich auch überzeugen und bin mir noch nicht sicher, wie ich das machen soll. Mich verbiegen und von meinem objektiven Ansatz abweichen? Nein, das kann es eigentlich nicht sein. Am ehrlichsten wäre es doch, diesen Menschen einfach Geld zu geben. Ein paar Euro für ein „Ich habe Dich lieb“? Anders funktioniert es doch in den Imbissen auch nicht. Ich gebe Geld, sie geben Liebe in Form von Pommes.

WInkekatze war gestern!

3.) Welches Restaurant in Langenfeld soll ich mal bewerten?
Ok, hier habt Ihr mich traurig gemacht. Himalaya? Chinese am Brauhaus/Amtsgericht? Nazar? Konar? War ich doch überall schon! Ich gehe für Euch essen und Ihr seht das nicht? Für wen esse ich denn die ganzen Pommes? Es gab allerdings auch Leser, die mir wirklich gute Hinweise geben konnten: Café New York, El Greco, Burger King, Seehaus am Wasserski, Citro, Ritter, Alexander Palace, Chicken King, Hallo Pizza, Capri, Anglerheim im Sommer und Kutschertheke, bspw. Da bin ich natürlich jetzt schon dran und werde liefern. Ich nehme an „keins mehr“ und „keins“ bedeutet, ich habe die Leute schon so aufgeschlaut, dass sie jetzt selbst bewerten können und mich nicht mehr brauchen.

 

„Besser keine mehr, da absolut unqualifiziert“ sehe ich nicht ein. Jedes Lokal ist qualifiziert genug, dass ich vorbeikomme. LI ist für alle da ❤ Gerührt hat mich die Antwort „Du machst das schon“. „Mein eigenes Essen“ kann ich leider erst bewerten, wenn ich für mein peruanisches Meerschweinchenrestaurant passende Räumlichkeiten gefunden habe. Eine einzige Antwort war dabei, die mich auf eine neue, mir noch unbekannte Option gebracht hat, nämlich die Kantine im Krankenhaus. In freudiger Erwartung, mit Respekt, Demut und Dankbarkeit nehme ich mich dieser Aufgabe an. Krankenhaus, I’m coming 🙂

 

4.) Welche Umfrage sollte ich mal durchführen?
„Langenfelds schlechtestes Essen“ geht nicht, weil das Niveau hier so hoch ist, dass selbst das schlechteste Essen noch so gut ist, dass es durch so eine Umfrage unnötig diskreditiert würde. Großartige Vorschläge fand ich „Netteste Lieferanten“, „bekömmlichstes Restaurant“ „Bester Eintopf“ und „Warum gründeten Sie einen Imbiss?“. „Wo gibt es die beste Jägersauce“ kann ich erst abfragen, wenn ich weiß, wo es die beste Joppiesauce gibt.

 

„Wie findet Ihr das Wetter?“ wollte ich zwischenzeitlich schon mal abfragen, als ich auch den Guten Morgen Gruß in der Langenfeld Facebook Gruppe übernommen habe. Dafür gabs aber redaktions- und gruppenintern so viel Dresche, dass ich noch immer unter den Spätfolgen leide.

 

Vielleicht thematisiere ich das nochmal, bspw. in einem Guten Morgen Beitrag in der Langenfeld Gruppe. „Bestes Gyros“ habe ich schon abgefragt, genauso „Welche Pizzeria die beste ist“, aber da gibt es die Möglichkeit der Wiederholung. Schon mein Lateinlehrer sagte immer „repitere est mater scientia“.

 

Nicht schlau bin ich geworden aus der Antwort „Kaisergrill“. „Kaisergrill“ was? Bestes Gericht vom Kaisergrill? Bester Wochentag, an dem man zum Kaisergrill geht? Beste Alternative zum Kaisergrill? Bester Kaisergrill von allen Kaisergrills, die es auf der Welt gibt? Nein, dann doch lieber ehrliche Antworten wie „Keine, da es niemanden interessiert“ oder „Wo man am romantischsten essen kann“.

Mit Gaffatape befestigter Fernseher nebst Industrieheizstrahler

5.) Wie sehr stimmst Du mit meinen Bewertungen überein?
Nur vier Leute (7%) stimmen immer mit meinen Bewertungen überein. Wenn jetzt noch rauskäme, dass es sich hierbei um zwei Leute mit einer gespaltenen Persönlichkeit handelt, die jeweils mit Mobiltelefon und Rechner abgestimmt haben, wäre das ein Grund für mich, Langenfeld Isst zu begraben. Wenn. Ja, wenn nicht die häufigste Nennung „meistens“ 34 mal (entspricht 57%) angegeben worden wäre. Ich schätze, viele Leute scheuen sich davor, sich zu Extremen zu bekennen. Auf „manchmal“ entfallen vergleichsweise wesentlich weniger Stimmen (23%), auf „selten“ nur noch 10% und auf „nie“ gerade einmal 3%. Ich denke, das sind Leute, die mich mit Yelp verwechseln.

 

6.) Was stört Dich am meisten an Langenfeld Isst?
„Nichts“ „Nix, gar nix!“ „Nichts, du bist der Beste“ habe ich am häufigsten gesehen unter den Antworten, als zweithäufigste Antwort sah ich „alles“. Da so viele „nichts“ Angaben kamen, reichen sie locker aus, um alle „alles“ Antworten auszugleichen und dabei immernoch ein dickes Plus an „Nichts“ Antworten zu haben. Tja, in der Auswertung von Umfragen macht mir einfach niemand was vor.

 

Ansonsten kam viel in Richtung „Das Silag kein Gesicht hat“, „Das Silag Mustafa unerkannt bleibt“ und „die anonymität, sehr unseriös“. Freunde, wie stellt Ihr Euch das vor? „Hallo Herr Nazar, ich bin Restauranttester und teste heute alles bei Dir, also gibt Dir Mühe!“ Sorry, aber so läuft keine Gastrokritik.

 

„Der Name des Autors“ beleidigt meine Mutter, sie hat sehr lange überlegt und mir den seltenen, aber schönen Namen „Silag“ gegeben. „Zu lange Wartezeit bis zum nächsten Bericht“ sehe ich, aber mir fehlt momentan noch die Manpower, um auf Masse zu gehen, da konzentriere ich mich auf die Qualität. „Teilweise die Direktheit“, „Manchmal ist es etwas ZU überspitzt“, „manchmal ganz schön heftige bemerkungen“ zeigt mir, dass meine Leser nicht zu abgestumpft sind und es merken, wenn ich etwas an den Nerven kitzele. Das macht mich stolz. „Geringe Qualifikation, geringe Aussagekraft, nerviger Ton“ – kann ich aufgrund der geringen Qualifikation, der geringen Aussagekraft und dem nervigen Ton des Beitrags/des Beitrag Schreibenden nicht ernstnehmen!